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Verbrennen im Freien

Das Verbrennen von Materialien im Freien unterliegt in Österreich klaren gesetzlichen Regelungen. Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen darüber, was erlaubt ist, welche Vorschriften einzuhalten sind und wann das Verbrennen im Freien untersagt ist.


Was ist erlaubt? Was ist verboten?


ABFÄLLE

Das Verbrennen jeglicher Abfälle ist verboten! Dazu zählt u. a. auch jedes Holz, welches nicht natürlich belassen wurde. Dazu gehören auch unbehandelte Bretter, Holzpfosten, Staffelhölzer, Schwellen etc. etc.!!Die einzige Ausnahme bildet hier das Verbrennen von kleinen Mengen (ca. eine Scheibtruhe voll) pflanzlicher Abfälle bei Schädlingsbefall (siehe pflanzliche Abfälle)

STROH AUF FELDERN

Das Verbrennen von Stroh auf Feldern ist verboten!Ausnahmen gibt es nur

  • wenn dies zum Anbau von Wintergetreide oder Raps unbedingt notwendig ist;

  • wenn eine Verrottung des Strohs im Boden nicht zu erwarten ist;

  • wenn bestimmte Schädlinge oder Pilzkrankheiten auftreten (siehe Verordnung 8102/1 der NÖ Landesregierung)

PFLANZLICHE ABFÄLLE AUS HAUS UND GARTEN

Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist verboten !Einzige Ausnahme: nur bei Schädlingsbefall dürfen kleine Mengen (ca. eine Scheibtruhe voll) pflanzlicher Abfälle verbrannt werden. Ansonsten sind diese gemäß "Verordnung über die getrennte Sammlung biogener Abfälle" zu verwerten oder getrennt zu sammeln bzw. der Kompostierung zuzuführen.Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen aus dem Haus und Gartenbereich ist im gesamten Gemeindegebiet an Sonn- und Feiertagen jedenfalls generell verboten!

PFLANZLICHE ABFÄLLE AUS DER LANDWIRTSCHAFT

Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen aus dem sog. "landwirtschaftlich intensiv genutzten Bereich" ist verboten.

ABFLAMMEN VON BÖDEN

Als Maßnahme des Pflanzenschutzes ganzjährig erlaubt.

RÄUCHERN

Im Obst- und Weingartenbereich als Maßnahme des Frostschutzes erlaubt.


LAGERFEUER und BRAUCHTUMSFEUER

Grill- und Lagerfeuer sowie Brauchtumsfeuer (Osterfeuer, Sonnwendfeuer etc.) sind an sich erlaubt. Lager und Grillfeuer dürfen nur mit trockenem unbehandeltem Holz beschickt werden. Brauchtumsfeuer dürfen nur mit biogenen Materialien beschickt werden. Keinesfalls dürfen Abfälle (siehe dort) dabei mitverbrannt werden

Nicht erlaubt ist das Entzünden derartiger Feuer

  • im Wald

  • in Waldnähe (Gefährdungsbereich), wenn Verhältnisse herrschen, die die Ausbreitung eines Waldbrandes begünstigen

  • wenn die Behörde z. B. wegen großer Trockenheit ein generelles Verbot des Entzündens von offenem Feuer in bestimmten Bereichen erlassen hat ("Waldbrandverordnung" )

ZUSAMMENFASSUNG

Für den "gewöhnlichen" Hausbesitzer mit Garten kann also zusammenfassend gesagt werden:Im Freien darf überhaupt nichts verbrannt werden - außer:kleine Mengen pflanzlicher Abfälle, wenn Schädlingsbefall vorliegt, jedoch nie an einem Sonn- oder Feiertag!


SICHERHEITSBESTIMMUNGEN (auszugsweise)

Sollte jedoch tatsächlich etwas verbrannt oder abgeflammt werden, dann sind auf Grund einer Verordnung der NÖ Landesregierung folgende Sicherheitsmaßnahmen unbedingt einzuhalten:

  • niemals bei Wind

  • niemals ohne Aufsicht

  • die Aufsichtsperson darf das Grundstück erst dann verlassen, wenn das Feuer und die Glutreste erloschen sind!!

  • niemals bei Nacht

  • Löschgeräte müssen bereit gehalten werden


Beim Verbrennen auf Feldern sind folgende Sicherheitsabstände einzuhalten:

  • Gegenüber Baulichkeiten und Wäldern sowie reifem Getreide mindestens 30 m

  • Gegenüber Windschutzstreifen, Wein- und Obstgärten mindestens 15 m


Bitte bedenken Sie, dass die Beachtung all dieser Bestimmungen nicht nur der Sicherheit dient sondern vor allem auch der Umwelt und den Mitmenschen zu gute kommt. Ganz abgesehen davon, ist die Nichteinhaltung dieser Vorschriften strafbar - was spätestens dann zum Tragen kommt, wenn dadurch ein Feuerwehreinsatz verursacht wird.


Kontakt zur Landesverwaltung:

Amt der NÖ Landesregierung

Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz,

Landeswarnzentrale Niederösterreich

A-3430 Tulln, Langenlebarnerstraße 106

Tel.: +43 (0)2742 / 9005 -13352

Fax: +43 (0)2742 / 9005 -13520


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