Wohnhausbrand in Berndorf

Drei Feuerwehren mit rund 40 Mann standen im Einsatz, um die Ausbreitung der Flammen auf weitere Gebäudeteile zu verhindern.


Am Montag, den 24. Jänner 2022, um 12:06 Uhr, wurden die Feuerwehren Berndorf, St. Veit und Pottenstein, von der Bezirksalarmzentrale Baden zu einem "Wohnhausbrand (Alarmstufe B3) in Berndorf" alarmiert.


Eine aufmerksame Nachbarin bemerkte dichte Rauchwolken aus einem Garten einer Reihenhaussiedlung aufsteigen. Bei genauerem Hinsehen entdeckten sie das Feuer an der Rückseite der Garage, das auch bereits die Fassade des Wohnhauses befallen hatte. Geistesgegenwärtig verständigte sie über die Notrufnummer 122 die Feuerwehr.


Als die ersten Tanklöschfahrzeuge die Einsatzadresse erreichten, waren die Bewohner des Wohnhauses, ein älteres Ehepaar, bereits auf die Straße geflüchtet. Der Einsatzleiter, Oberbrandinspektor Peter Schiffner, erkundete die Lage und erkannte sofort den gegebenen Ernst. An der Gartenseite des Gebäudes brannte ein Holzstoß, die Flammen brannten sich schon über die Fassadenverkleidung und den Wintergarten in die Wohngeschosse.


Sofort machte sich ein Atemschutztrupp auf den Weg, um mittels Innenangriff die Ausbreitung des Brandes in die Wohnräume zu verhindern. Nachkommende Einsatzkräfte errichteten die Löschleitungen und versuchten, das Feuer von außen zu Bekämpfen. Die sichtbaren Flammen waren rasch unter Kontrolle, jedoch breitete sich ein Glosbrand unter den Dämmplatten der Fassade bis unter die Dachhaut aus. Um diesen ebenfalls zu löschen, mussten der Vollwärmeschutz und Dachelemente teilweise entfernt werden. Mit der Wärmebildkamera wurden immer wieder Brandherde lokalisiert. Die Arbeiten erwiesen sich als schwierig und mussten großteils unter Einsatz der Atemschutzausrüstung vom Dach aus durchgeführt werden. Jedoch konnte durch die reibungslose Zusammenarbeit der Wehren nach rund zwei Stunden der Befehl "Brand Aus!" gegeben werden.


"Dem raschen Erkennen des Feuers und dem dadurch schnellen Beginn der Löscharbeiten ist es zu verdanken, dass ein Übergriff der Flammen auf Anrainergebäude verhindert werden konnte", so der ebenfalls anwesende Abschnittskommandant-Stellvertreter, ABI Gerald Lechner.


Das Ehepaar blieb zum Glück unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. Zur Brandursache, sowie der dadurch entstandenen Schadenssumme, können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Das Wohnhaus ist zur Zeit nur bedingt bewohnbar.


Die Feuerwehr Pottenstein unterstützte die Löscharbeiten gartenseitig und war für die Errichtung und Organisation des Atemschutzsammelplatzes verantwortlich.


Die Feuerwehren St. Veit und Pottenstein rückten vom Einsatzort ab, um die eingesetzten Geräte zu versorgen und die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen. Die Kameraden aus Berndorf blieben noch vor Ort, um bei einer Brandwache noch eventuelle Glutnester abzulöschen.


Bericht/Fotos: Markus Hackl, ASB ÖA



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