Schadstoffeinsatz im Einfamilienhaus

Ein älteres Ehepaar wurde von der Schwiegertochter benommen auf dem Wohnzimmerboden gefunden....

Am Mittwoch, den 4. Dezember 2019, um 17:33 Uhr, wurde die Feuerwehr Pottenstein von der Bezirksalarmzentrale Baden zu einem Schadstoffeinsatz "vermutlicher Gasaustritt (Alarmstufe S1) in der Gutensteinerstraße" alarmiert.


Die Schwiegertochter fand das älteren Ehepaares bei ihrem Besuch, benommen auf dem Boden in deren Wohnzimmer liegend, vor. Beide wirkten verwirrt. Da bereits am Vorabend bei mehreren Personen, die sich in diesem Haus aufhielten, Kopfschmerzen und Übelkeitsgefühle auftraten, lag die Vermutung von Sauerstoffmangel nahe. Die Frau alarmierte über den Notruf die Rettungskräfte.


Als wir kurz darauf die Einsatzadresse in der Gutensteinerstraße erreichten, war bereits ein Notarzt sowie Sanitäter des Roten Kreuzes mit der medizinischen Versorgung des Paares zugange. Als Sofortmaßnahme wurden die Fenster geöffnet, um frische Luft in die Räume zu lassen.


Beide Patienten mussten zur weiteren Untersuchung und Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden.


Während dessen versuchten wir mit einem CO2-Messgerät eventuelle Verursacher zu lokalisieren. Da die Messung keine Ergebnisse brachte, mussten zur Sicherheit die Kameraden der Feuerwehr St. Veit zur Unterstützung gerufen werden. Diese verfügen über ein Mehrgasmessgerät. Auch mit diesem speziellen Gerät konnte im ganzen Haus keine Spur von schädlichen Gasen oder anderen Giftstoffen ermittelt werden.


Der Vorfall bleibt vorerst ungeklärt. Doch da keine weitere Gefahrenquelle erkannt werden konnte, wurde das Gebäude von den Beamten der Polizeidienststelle Berndorf wieder frei gegeben.


Wir rückten Mit "TANK1" und "MTF", mit insgesamt 8 Mann Besatzung zurück ins Gerätehaus ein, um die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen.


Wir wünschen dem Ehepaar eine rasche und gute Besserung und bedanken uns bei den Kameraden aus St. Veit, die uns mit zwei Mann bei diesem Einsatz unterstützten, für die gute Zusammenarbeit.


Bericht/Fotos: Markus Hackl, ASB ÖA



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