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Großübung der Unterabschnitte 4 und 5

vor 11 Stunden
2 Min. Lesezeit

Unter möglichst realistischen Bedingungen trainierten die Feuerwehren der Unterabschnitte 4 und 5 gemeinsam mit dem Roten Kreuz Triestingtal den Ernstfall. Am Freitagabend, dem 23. Oktober 2026, trafen sich 77 Feuerwehrmitglieder der Feuerwehren Berndorf, Pottenstein, Fahrafeld, Weissenbach, Neuhaus, Nöstach, Furth und Altenmarkt zu einer gemeinsamen Großübung der Unterabschnitte 4 und 5 auf dem Betriebsgelände der Firma Polytechnik in Fahrafeld. Ebenfalls an der Übung beteiligt waren 11 Sanitäter des Roten Kreuzes Triestingtal.

Als Übungsannahme galten mehrere Schadenslagen auf dem weitläufigen Firmengelände, die von den Einsatzkräften unter möglichst realistischen Bedingungen bewältigt werden mussten. Im Kellergeschoss sowie im Heizraum der Produktionshalle war ein Brand ausgebrochen. Zudem wurden in beiden Bereichen mehrere Arbeiter vermisst.

Unmittelbar nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte machten sich die Atemschutztrupps auf den Weg ins Innere des Gebäudes. Ihre Aufgaben bestanden darin, die vermissten Personen aufzufinden, die Brandherde zu lokalisieren und die Löschmaßnahmen einzuleiten. Durch die starke Verrauchung mittels Kunstnebel gestaltete sich die schweißtreibende Arbeit besonders herausfordernd.

Währenddessen stellten weitere Mannschaften die Wasserversorgung sicher und unterstützten die Brandbekämpfung im Außenangriff. Besonderes Augenmerk galt einem Gaslager, das vor dem Übergreifen der fiktiven Flammen geschützt werden musste.

Im Zuge der weiteren Lageerkundung stellte der Einsatzleiter fest, dass zusätzlich mehrere Personen im Bürogebäude als vermisst gemeldet waren. Daraufhin wurde auch dieser Gebäudetrakt teilweise unter Atemschutz durchsucht. Nach und nach konnten sämtliche Vermissten, dargestellt durch Statisten und Übungspuppen, aufgefunden und entsprechend ihrer angenommenen Verletzungsmuster aus dem Gebäude gerettet werden. Einige Personen mussten mittels Drehleiter über Fenster im zweiten Obergeschoss in Sicherheit gebracht werden.

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt befand sich am Silo des Betriebes. Vom Dach musste ebenfalls ein verletzter Arbeiter gerettet werden. Auch diese Aufgabe stellte die eingesetzten Rettungstrupps vor besondere Herausforderungen, konnte jedoch professionell und rasch bewältigt werden.

Nach ihrer Rettung wurden die Verletzten den Sanitätern des Roten Kreuzes Triestingtal übergeben. Diese übernahmen die medizinische Versorgung und Behandlung der unterschiedlichsten Verletzungsmuster.

Durch das koordinierte Zusammenwirken aller eingesetzten Kräfte konnten nach knapp zwei Stunden sämtliche Übungsziele erfolgreich abgearbeitet werden. Schließlich konnte der Einsatzleiter den Befehl „Brand aus, zum Abmarsch fertig!“ geben.

Bei der anschließenden Nachbesprechung der Gruppenkommandanten wurde ein durchwegs positives Resümee gezogen. Die Übung brachte wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze dieser Art und zeigte einmal mehr die Bedeutung einer organisationsübergreifenden Zusammenarbeit.

Zum Abschluss traten die Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Roten Kreuzes vor dem Übungsobjekt an. Abschnittskommandant Brandrat Rudolf Hafellner, der die Übung als Beobachter begleitet hatte, bedankte sich beim Organisationsteam rund um BM Christian Appel für die hervorragende Ausarbeitung und Durchführung der Unterabschnittsübung. Besonders hob er die hohe Einsatzbereitschaft aller teilnehmenden Feuerwehren sowie die ausgezeichnete Zusammenarbeit der einzelnen Wehren innerhalb der beiden Unterabschnitte hervor. Gerade das reibungslose Zusammenspiel der unterschiedlichsten Einsatzkräfte sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Bewältigung größerer Schadenslagen und habe sich auch bei dieser Übung eindrucksvoll gezeigt.

Ein weiterer Dank galt den Verantwortlichen der Firma Polytechnik für die Bereitstellung des Betriebsgeländes sowie für die anschließende Verpflegung der Einsatzkräfte. Die Feuerwehr Pottenstein beteiligte sich mit "TANK-1" sowie "ALF" und 8 Mann Besatzung an der Übung, stellte einen Atemschutztrupp und errichtete den Atemschutz-Sammelplatz.

Bericht/Fotos: Markus Hackl, ASB ÖA


 
 
 

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