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Brand im Schulgebäude

vor 19 Stunden
2 Min. Lesezeit

Rauch im Schulgebäude, vermisste Klassen und ein Großaufgebot an Einsatzkräften – was am Freitag wirklich in der Volksschule Pottenstein geschah.


Am Freitag, den 25. September 2026, wurden die Feuerwehren Pottenstein, Fahrafeld, Neuhaus und Berndorf um 09:00 Uhr zu einem „Gebäudebrand – (Alarmstufe B2) Innenraum Volksschule“ alarmiert. Glücklicherweise handelte es sich dabei nicht um einen Ernstfall, sondern um eine groß angelegte Übung, die unter realistischen Bedingungen durchgeführt wurde.

Während die Direktionen der Volks- und Polytechnischen Schule über den Termin informiert waren, blieben Lehrkräfte und Schüler bewusst im Ungewissen. Ziel der von HLM Mario Grabner ausgearbeiteten Übung war es, den Ablauf eines echten Einsatzes möglichst authentisch nachzustellen. Während des laufenden Unterrichts wurde ein Teil des Schulgebäudes verraucht und der hausinterne Alarm ausgelöst.

Die Lehrkräfte reagierten vorbildlich: Die Klassen wurden geordnet verlassen, die Schüler auf die vorgesehene Sportwiese gebracht und gleichzeitig der Notruf an die Feuerwehr abgesetzt. Kurz darauf trafen die ersten Tanklöschfahrzeuge ein. Der Einsatzleiter erkundete die Lage und nahm Kontakt mit der Schulleitung auf. Ein Großteil der Schüler befand sich bereits auf dem Sammelplatz im Freien, jedoch waren zwei Klassen als vermisst gemeldet.

Nach und nach trafen weitere Einsatzkräfte aus den umliegenden Feuerwehren ein. Atemschutztrupps begaben sich sofort ins Gebäude, um die vermissten Schüler zu suchen. Gleichzeitig wurden Löschleitungen vorbereitet und die Drehleiter aus Berndorf sowie der Hubsteiger der Feuerwehr Neuhaus vor dem Gebäude in Stellung gebracht. Im ersten Stock machten sich Schüler zweier Klassen durch Rufe aus den Fenstern bemerkbar – ihr Fluchtweg war durch den Brandrauch abgeschnitten. Während die Atemschutztrupps das Gebäude Raum für Raum nach einzelnen vermissten Schülern durchkämmten, wurden die beiden Klassen über die Fenster ins Freie gerettet. Auch die im Gebäude verbliebenen Schüler konnten rasch gefunden und zur "medizinischen Versorgung" ins Freie gebracht werden.

Innerhalb kurzer Zeit waren alle Übungsziele erreicht: Die vermissten Personen wurden gerettet und das fiktive Feuer erfolgreich „gelöscht“. Für die Schüler war es ein ereignisreicher Vormittag, für die Einsatzkräfte eine wertvolle Gelegenheit, Abläufe zu trainieren und neue Erkenntnisse für zukünftige Einsätze zu gewinnen.

Während die Schüler wieder in ihre Klassen zurückkehrten, bedankte sich Kommandant HBI Thomas Schonaklener bei der anschließenden Nachbesprechung bei den 35 teilnehmenden Einsatzkräften aus vier Feuerwehren, die sich für diese Übung Urlaub oder Zeitausgleich genommen hatten, um sie in diesem Umfang zu ermöglichen. Auch Bürgermeister Daniel Pongratz verfolgte die Übung mit großem Interesse und fand lobende Worte für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren.

Wir bedanken uns herzlich bei allen teilnehmenden Feuerwehren für die gewohnt professionelle Zusammenarbeit sowie bei den Direktorinnen Kathrin Bortolotti und Michaela Meierhofer für die Möglichkeit, das Schulgebäude während des Unterrichts zu beüben. Ein weiterer Dank gilt Bürgermeister Daniel Pongratz für die Übernahme der abschließenden Jause der Kameraden. Bericht/Fotos: ASB Markus Hackl



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