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Großbrand im leerstehenden Erholungszentrum in Lindabrunn fordert 17 Feuerwehren

vor 11 Stunden
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 17 Minuten

Schon bei der Anfahrt waren die Rauchschwaden kilometerweit sichtbar. Ein leerstehendes Gebäude stand in Vollbrand und entwickelte sich zu einem stundenlangen Großeinsatz, bei dem 17 Feuerwehren eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindern konnten. Am Freitag, dem 30. Oktober 2026, wurden um 18:37 Uhr die Feuerwehren Lindabrunn, Enzesfeld, Hirtenberg, Berndorf und Pottenstein zu einem Gebäudebrand der Alarmstufe B3 nach Lindabrunn alarmiert.

Ein unmittelbarer Anwohner meldete über den Feuerwehrnotruf 122 an die Alarmzentrale, dass das leerstehende Erholungszentrum einer ehemaligen Feriensiedlung in Brand geraten sei. Entsprechend des Alarmplanes wurden neben den Feuerwehren des Unterabschnittes auch die Feuerwehr Berndorf mit der Drehleiter sowie die Feuerwehr Pottenstein mit dem Atemluftfahrzeug alarmiert.

Bereits während der Anfahrt waren weithin sichtbare Rauchschwaden und Feuerschein am dämmrigen Abendhimmel erkennbar. Bei der Erkundung durch Einsatzleiter OBI Christoph Wöhrer bestätigte sich die Lage rasch: Ein Teil des Dachstuhls des seit Jahrzehnten ungenutzten und stark baufälligen Landgasthauses stand bereits in Vollbrand. Flammen schlugen aus der hölzernen Dachkonstruktion, sodass umgehend mit der Brandbekämpfung begonnen wurde.

Erschwert wurden die Löscharbeiten durch eine Tiefdruckwetterlage, welche die Rauchgase in Bodennähe hielt und dadurch den umfassenden Einsatz von Atemschutzgeräten erforderlich machte. Aufgrund des schlechten baulichen Zustandes des Gebäudes war ein Innenangriff nicht möglich. Die Brandbekämpfung musste daher ausschließlich von außen erfolgen.

Nach und nach trafen die weiteren alarmierten Feuerwehren am Einsatzort ein. Auch die Drehleiter und ein Hubsteiger wurde in Stellung gebracht, um die Löscharbeiten von oben zu unterstützen. Die Wasserversorgung wurde zunächst über Hydranten sowie einen nahegelegenen Löschteich sichergestellt. Rasch zeigte sich jedoch, dass die vorhandenen Wassermengen nicht ausreichten, um den ausgedehnten Brand wirkungsvoll einzudämmen.

Besonders kritisch war die Gefahr einer Brandausbreitung auf den angrenzenden Föhrenbestand sowie die dahinterliegende Wohnsiedlung. Daher wurden weitere Tanklöschfahrzeuge und Atemschutztrupps aus umliegenden Feuerwehren sowie aus Nachbarbezirken nachalarmiert.

Mit vereinten Kräften gelang es den Einsatzkräften, das aus mehreren Gebäudeteilen bestehende Objekt zu umstellen und den Brand auf den betroffenen Bereich zu begrenzen. Das Gebäude selbst war jedoch aufgrund seiner maroden Bausubstanz nicht mehr zu retten. Immer wieder stürzten Teile der Dachkonstruktion ein. Oberstes Ziel war daher, ein Übergreifen der Flammen durch Funkenflug auf benachbarte Gebäude und Vegetationsflächen zu verhindern. Durch umfangreiche Schutzmaßnahmen und Riegelstellungen konnte dies erfolgreich verhindert werden.

Um den enormen Wasserbedarf zu decken, wurde ein Tankwagen-Pendelverkehr eingerichtet. Über die enge Zufahrtsstraße transportierten zahlreiche Tanklöschfahrzeuge Löschwasser aus dem örtlichen Hydrantennetz zur höher gelegenen Einsatzstelle.

Die Löscharbeiten gestalteten sich über Stunden hinweg äußerst schwierig. Immer wieder auffrischender Wind fachte die Flammen erneut an. Dichter Rauch und die angespannte Wasserversorgung stellten die Einsatzkräfte zusätzlich vor große Herausforderungen.

Nach vielen Stunden intensiver Arbeit konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. Der Brand war unter Kontrolle. Nur noch vereinzelt loderten kleinere Brandherde auf, während Glutnester in den Trümmern des eingestürzten Dachstuhls gezielt bekämpft wurden.

Ein Großteil der eingesetzten Kräfte konnte erst in den frühen Morgenstunden des folgenden Tages nach einer durchgehenden Einsatztätigkeit abrücken. Die Feuerwehren Lindabrunn, Enzesfeld und Hirtenberg, und zur Verstärkung angeforderte Kameraden aus St. Veit, stellten anschließend weiterhin Mannschaften für die Brandwache sowie Nachlöscharbeiten.

Abschnittskommandant Brandrat Rudolf Hafellner, der dem Einsatzleiter während des gesamten Einsatzes beratend zur Seite stand, zeigte sich erleichtert, dass unter den schwierigen Bedingungen eine Brandausbreitung auf den angrenzenden Föhrenwald verhindert werden konnte.

Die Zusammenarbeit der eingesetzten Feuerwehren verlief gewohnt professionell und reibungslos. In der heißen Phase standen insgesamt rund 160 Feuerwehrmitglieder von 17 Feuerwehren im Einsatz.

Die Brandursache ist derzeit noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden. Derzeit stehen immer noch Kameraden vor Ort im Einsatz. Bericht: ASB Markus Hackl Fotos: ASB Markus Hackl, VM Bernd Taxberger


 
 
 

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