Vom Sklaven zum Löschmeister


Als der Löschmeister noch Sklave war.

Bemühungen, sich gegen die vernichtende Wirkung der Flammen zu schützen, gilt es, seit man das Feuer kennt. Durch Blitzschläge lernten die Menschen der frühesten Zeit das Feuer kennen. Erst um die Mitte der Jungsteinzeit, vor etwa 5.000 Jahren also, vermochte der Mensch durch das Aneinanderschlagen zweier Steine das Feuer selbst zu erzeugen. Die künstliche Schaffung des Feuers, das für die Menschen so bedeutungsreich und unheilvoll zugleich werden sollte, war gelungen.

Im alten Ägypten soll es schon erste Sklavenfeuerwehren gegeben haben. Der Babylonische König Hammurapi (1728-1686 v. Chr.) erließ Gesetze, die die Bauweise der Häuser, deren Mauerstärke und den Abstand der Bauten voneinander vorschrieb. Das sind - nach Ansicht amerikanischer Historiker - die ersten vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen, die sich nachweisen lassen. Der "Kodex Hammurapi", in einen Dioritblock eingemeißelt, wurde 1902 in der Stadt Susa (eine antike Stadt, ihre Reste finden sich heute im Südwestlichen Iran) entdeckt und ist heute im Pariser Louvre verwahrt.

Aus der Zeit um 700 v. Chr. stammt die Darstellung eines "Feuerwehrmannes". Auf einem assyrischen Relief ist ein Soldat zu erkennen, der mit einer Schöpfkelle Löschwasser auf einen brennenden Kampfwagen gießt.

Unweit von Jerusalem wurden erst vor wenigen Jahrzehnten Ruinen der uralten Stadt Hazor ausgegraben. An den verschiedene Trümmerschichten ließen sich nicht wendiger als 21 Entwicklungsphasen feststellen. Demnach ist die Stadt 20mal abgebrannt und wieder aufgebaut worden. Auch in Troja wurden übereinanderliegende Steinschichten aus verschiedenen Epochen entdeckt.

Vielfach brannten die Siedlungen durch kriegerische Einwirkung ab: sobald das Feuer entdeckt war, wurde es von der Menschheit auch schon als grausame Waffe angewendet.

Aus der Zeit des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts stammt die älteste Wasserleitung, die wir kennen: sie wurde in Jerusalem gebaut und war für den Transport von Trink- und Löschwasser vorgesehen.

Die Führer des Chinesischen Reichs sollen nach einem Großbrand die Aufstellung einer Feuerschutztruppe veranlaßt haben. Soldaten sperrten den Brandplatz ab und rissen gefährdete Häuser nieder, damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten konnten.

Ein röhrenförmiger Schlauch für das Löschen des Feuers, wie ihn auch die Taucher zum Atemholen verwenden, erwähnt etwa 350 Jahre vor unserer Zeitrechnung Aristoteles, der große griechische Philosoph, in seiner Schrift "Mechanische Probleme" Er vergleicht den Schlauch auch mit einem Elefantenrüssel.

 VM Mark Benedek

Abschrift aus "Die österreichische Feuerwehr" von Josef Holaubek erschiehnen im Ueberreuter Verlag

 




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