Samstag, 27.06.2015

24-Stunden Dienst


Vom 27.-28. Juni wurde die Jugendfeuerwehrgruppe aus Pottenstein auf eine harte Probe gestellt.


Für die jungen Teilnemer aus der Jugendfeuerwehrgruppe (10-15 Jahre) galt es 24 Stunden durchgehend im "aktiven" Feuerwehrdienst zu stehen. Beginn war Samstags um 14:00 Uhr. Nach der Bergrüßung durch Feuerwehrjugendführer HLM Gerhard Pertl und Kommandant HBI Thomas Schonaklener, wurde das Quartier in den Mannschaftsräumen bezogen. Hier standen den Kindern und Jugendlichen ein Feldbettlager zur Verfügung.

Nach einer kurzen Einweisung in den ungefähren Programmablauf ging es auch schon los mit dem ersten Einsatz:

Eine Lehrerin, die mit ihrer vermeintlichen Volksschulklasse auf dem Kahlkopf (Hausberg der Pottensteiner) zu einer Wanderung unterwegs war, vermisste 3 Kinder. Die Klassenlehrerin alarmierte die Einsatzkräfte. Sofort rückte unsere Nachwuchsfeuerwehr zur "Suchaktion" aus. Die Abgängigen wurden rasch im gebirgigen Gelände gefunden. Da sie teilweise verletzt waren, mussten die Helfer sie mit der Bergeausrüstung aus dem steinigen Hang holen und medizinisch versorgen.

Bei der Rückkehr ins Feuerwehrhaus gab es eine kurze Verschnaufpause. Die Kinder konnten beim "Eierlaufen" ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Doch während des anschließenden Fußballspieles, ereilte die Feuerwehr auch schon die nächste Alarmmeldung:

Ein vollbesetzter PKW war im Uferbereich der Triesting verunfallt. Am Einsatzort angekommen galt es zuerst die verletzten Fahrzeuginsassen zu retten. Anschließend konnte das Fahrzeug mit Hilfe der Seilwinde aus dem Graben gezogen werden. Dies alles geschah auf Anweisung der jungen Einsatzleiter. Natürlich wurden sie hierbei von den aktiven Feuerwehrmitgliedern unterstützt. Und weil das Auto sowieso schon kaputt war, durften es die Jungfeuerwehrler mit dem hydraulischen Rettungssatz "Schere und Spreitzer" fachgerecht zerlegen. Auch die Bürgermeisterin, Eva Baja-Wendl, beobachtete die Nachwuchshelfer, und gratulierte zu den bereits erbrachten Leistungen.

Leider beendete ein plötzlicher Regenguss vorzeitig diese Schauübung, und so rückten wir wieder ins Feuerwehrhaus ein, wo unser Küchenteam schon mit leckerem Grillfleisch auf die Teilnehmer wartete. Der Rest des Abends durfte mit Spielen verbracht werden, bis die Alarmglocken abermals zum Einsatz riefen.

Inzwischen war es bereits 21:00 Uhr. Der Alarm wurde ausgelöst, weil auf dem Hauptplatz eine vermeintliche Ölspur gemeldet wurde. Auch hier wussten die Kinder sofort, was zu tun war. Mittels Bioversal wurde die schmierige Flüssigkeit gebunden, und mit dem Hochdruckstrahlrohr von der Fahrbahn gewaschen.

Als auch diese gestellte Aufgabe gelöst, und die Einsatzbereitschaft im Gerätehaus wieder hergestellt war, kehrte die Nachtruhe im Feuerwehrhaus ein.

Am nächten Morgen war bereits um 07:30 Uhr Tagwache. Nach einem kräftigen Frühstück stand der Besuch der Bezirksalarmzentrale (BAZ) Baden auf dem Programm. Der diensthabende Disponent, BSB Stefan Schneider, erklärte den interresierten Jungfeuerwehrlern den Ablauf vom eingehenden Notruf bis zur Alarmierung der jeweiligen Einsatzkräfte.

Wieder zurück in Pottenstein dauerte es nicht lange bis die Kinder zum nächsten Einsatz gerufen wurden. Diesmal galt es einen "Kleinbrand" auf dem Bahnhofsgelände zu löschen. Auch diese gestellte Aufgabe meisterten die Teilnehmer mit großem Geschick.

Zum anschließenden Mittagessen versammelte sich die Jungschar wieder im Mannschaftsraum, wo die Küchencrew schon mit knusprigen Schnitzeln wartete.

Auch diesmal dauerte es nicht lange bis die nächste Alarmierung die Mittagsruhe unterbrach. Ein Radfahrer war mit seinem Rad verunglückt und musste gefunden sowie gerettet werden. Natürlich war auch dieser Einsatz für unser Team kein Problem, und der Dummy war schnell aus der Gefahrensituation befreit.

Auch wenn so manches Einsatzszenario einen ernsten Hintergrund hatte, kam doch der Spaß nicht zu kurz. Die Kinder und Jugendlichen waren mit Freude und Eifer bei der Arbeit, und konnten so einen ungefähren Einblick in den Bereitschaftsdienst einer freiwilligen Feuerwehr werfen.

Leider hat auch der 24-Stundendienst einmal ein Ende, und so verabschiedete sich der Kommandant, Thomas Schonaklener, sowie der Jugendführer, OLM Gerhard Pertl, bei der Jugendfeuerwehrgruppe, die mit dieser Abschlussveranstaltung in die verdienten Sommerferien entlassen wurde.

Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmern, sowie der Küchenmannschaft, die für das leibliche Wohl aller Beteiligten im Hintergrund sorgte.

Bericht: Markus Hackl, ASB-ÖA
Fotos: Mario Hauer, VM und Markus Hackl, ASB-ÖA

 


Die FFP unterstützen Unterstützendes Mitglied werden !

Copyright 2018 - Freiwillige Feuerwehr Pottenstein
       Site by Stastny IT & Media